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ja ne... is klar...

18.12.09 13:35

Stilblüten aus meinem Arbeitsalltag

Ich bin Personaler, mag meinen Job und mag auch die ganzen Personal- und Bewerbungsgespräche... aber manchmal, wirklich nur manchmal frag ich mich echt, wo manche Leute waren als Hirn verteilt wurde...

I = Ich
B = Bewerber

1:
am Telefon: kurzes Vorgespräch um welche Stelle es sich handelt bla bla blubb

I: Wenn Sie interesse an der Arbeit haben, möchte ich Sie bitten zu mir ins Büro zu kommen (in Ffm)

B: Aber ich wohne doch in Mainz.

I: Das weiß ich, aber zu einem Vorstellungsgespräch müssten Sie bitte zu mir ins Büro kommen.

B: Ja aber, das ist doch so weit weg... Sie können doch auch zu mir kommen.

I: Entschuldigung, aber Sie wollen doch was von mir, warum sollte ich da zu Ihnen kommen?

B: Ja also, nach Frankfurt kommen kann ich nicht.

I: Dann tut es mir leid, da kann ich dann nichts für Sie tun.

B: Hmmm und was machen wir da jetzt? Sie können mich doch einfach so einstellen.

I: ???
(ja klar, ich stell jemanden ein, den ich noch nie gesehen habe)

2:
Persönlich: bei mir im Büro.
I: OK, wir verbleiben dann so, dass wir zwischen den Jahren (d. h. zwischen Weihnachten und Neujahr) noch einmal miteinander telefonieren und Sie mir mitteilen, ob Sie bei uns anfangen möchten oder nicht.

B: Ja ok, so machen wir das. Aber ich sagen Ihnen gleich, jetzt am Montag (21.12.09)hab ich einen Termin, da kann ich nicht arbeiten.

I: Ähhh, wir haben uns gerade darauf geeinigt, dass Sie mir zwischen dem 28.12. und 31.12.09 bescheid sagen, ob Sie überhaupt bei uns anfangen wollen. Das heißt, dass Sie am Montag sowie so nicht bei uns sind. Da können Sie eigentlich machen was Sie wollen...

B: Äh, ach so...


3:
am Telefon: kurzes Vorgespräch um welche Stelle es sich handelt bla bla blubb
Arbeitsort: Frankfurt am Main

I: Arbeitsort ist Frankfurt am Main

B: Ich komme aber aus Offenbach

I: Das tut mir ja auch leid, aber Sie können ja nach Frankfurt fahren und hier arbeiten.

B: Ja, aber ich wohne doch in Offenbach, ich will hier arbeiten.

I: Ich habe aber keine Arbeit in Offenbach, nur in Frankfurt oder in Wiesbaden. Außerdem ist es ja von OF nach Ffm nicht so weit.

B: Das ist wohl war. Sie könnten mit aber auch eine Arbeitsstelle in Offenbach einrichten...

I: ???
(wie wahr wie wahr, ach bin ich unflexibel)

Es gäbe noch einiges mehr zu berichten, aber für heute reicht es.
An manchen Tage, glaube ich verrückt zu werden. Und das schlimme daran, es wird von Jahr zu Jahr schlimmer...
Oder liegt es an mir? Bin ich zu unflexibel? Könnte ich nicht jeden Bewerber persönlich zuhause aufsuchen, damit diese sich nicht zu mir ins Büro bemühen müssen? Kann ich nicht jedem Bewerber die Arbeit so zurechtrücken, dass es genau das ist, was er möchte?

Äh.. nö, kann ich nicht.

So, das wars... bis Bald...

11.11.09 09:25

Dankbarkeit

bild


Hmmm... also wenn ich das so lese, fällt mir doch gleich wieder ein, warum ich eigentlich keine Kinder möchte...

In diesem Sinne... bis Bald...

26.10.09 10:39

Gemeinheiten für jede Gelegenheit

- Darf ich mein erstes Magengeschwür nach Dir benennen?

- Du bist in etwa so Willkommen wie ein Anruf beim Sex.

- In 10 Minuten kommt ein Bus. Du könntest Dich überfahren lassen.

- Ein Tag ohne Dich ist wie ein Monat Urlaub

- Wenn Du das nächste Mal Deine Klamotten wegwirfst; Lass sie an!

- Wenn ich Dich beleidigt habe, würde mich das aufrichtig freuen.

- Warum gehen wir Beide nicht irgendwo hin, wo jeder von uns alleine sein kann.

- Ich weiß, Du bist nicht so blöd wie Du aussiehst, das kann niemand.

- Red einfach weiter, irgendwann wird schon was sinnvolles dabei sein.

- Ich hatte einen sehr schönen Abend. Es war nicht der mit Dir, aber ich möchte nicht klagen.

- Ich habe gerade 2 Minuten Zeit. Sag mir einfach alles was du weißt.

- Ist Deine Vorstrafe jetzt eigentlich getilgt oder verjährt, oder wie das heißt.

- Du verschönerst jeden Raum beim verlassen.

- Jeder muss irgendwie sein, aber warum gerade wie Du?

- Dein Parfüm (Aftershave) ist sicherer als jede Pille.

- Haben Deine Eltern Dich nie gebeten von zu Hause wegzulaufen?

- Ich denke, Du bist ein harmloser Trottel, aber ich will ehrlich sein; nicht jeder denkt so positiv über Dich.

- Jedes mal, wenn ich Dich so anschaue frage ich mich: Was wollte die Natur?

- Ich vergesse nie ein Gesicht, aber in Deinem Fall will ich mal eine Ausnahme machen.

- Du schaffst es, dass man die Stille zu schätzen weiß.

- Es gibt so viele Möglichkeiten einen guten Eindruck zu machen. Warum lässt Du sie alle ungenutzt?

- Nicht bewegen! Ich möchte Dich genau so vergessen, wie Du jetzt bist.

- Du bist wirklich ein überzeugendes Argument: Für getrennte Betten.

- Du würdest toll in was langem, fließenden aussehen: Rhein, Elbe, Donau

25.10.09 21:17

Körpermodifikationen

Die menschliche Erfindungsgabe bei der Entwicklung immer neuer Möglichkeiten zur Verformung des eigenen Körpers ist derart erstaunlich, dass einem glatt der Unterkiefer herunterfällt, sofern dieser nicht durch ein Ritual verformt ist.

Im Laufe der Jahrhunderte haben zahlreiche Kulturen diverse Teile des Schädels mit Bandagen abgebunden, um ihn zum Beispiel in die Form einer Sanduhr zu zwingen.
Sie haben sich an ihren Zähnen ausgetobt und sie behauen, mit Pflöcken durchbohrt, geschwärzt oder Reliefs hineingeschnitzt.

Bei den Maya galt das Schielen als schön, also führten sie die Krankheit herbei, indem sie Babys einen Gegenstand zwischen die Augen hängten.

Auch die Zunge hat allerhand über sich ergehen lassen müssen: Einige australische Stämme spalteten sie, und die Azteken zogen sogar eine Dornenketten hindurch.
Schamlippen wurden lang gezogen, Hälse gestreckt wie Pastateig.
Die Brüste wurden abgebunden (Spanien des 17. Jht.), gedehnt (Paraguay) - und systematisch vergrössert (im besonderen USA und Europa des 20. und 21 Jht.)

Das war ein Schock. Ich las nichts Böses ahnend vor mich hin und sann darüber nach, woher wohl das rätselhafte Bedürfnis einiger Kulturen stamme, den menschlichen Körper durch Stecken und Stauchen in möglichst groteske Form zu bringen. Da plötzlich - BAMMM! - ein Satz über Gel - Implantate und Brustvergrößerungen.
Die unterschiede sind marginal. Wir sind eben auch nur eine von vielen Kulturen, die einem absurden Fetisch huldigen - in unserem Falle Brüste von der Größe eines Blauwalweibchens.

Ich bin ja schon gespannt, was sich die Menschheit noch so alles Einfallen lassen wird.

In diesem Sinne... bis Bald...

22.10.09 18:50

Kennt ihr das?

... oder besser, ist euch das schon mal passiert, dass ihr jemanden begegnet seid und irgendwie gespürt habt... hmmm, die chance gespürt habt, etwas zu haben, was euch fehlte? Ohne dass ihr wusstest das euch etwas fehlt?

Ich meine den Moment, in dem einem klar wird, dass man einsam war.

Ich bin single, und kann gut "alleine" sein, und das ist auch wunderbar so, und ich bin nie auf die Idee gekommen, dass ich irgendwie anders leben könnte.

Aber dann lernt man jemanden kennen, und plötzlich fühlt man sich einsam.

Das versetzte mir einen Stich, es ist beinahe ein körperlicher Schmerz, und man fühlt sich beraubt und ist gleichzeitig wütend; beraubt, weil man mit diesem Menschen zusammen sein will, und wütend, weil seine Abwesenheit einem wehtut.
Es ist wirklich ein seltsames Gefühl, es gleicht ein bißchen der Verzweiflung...

Doch ich werde mich nicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen. Zumindest noch nicht...

In diesem Sinne... bis Bald...